13. Internationaler VOD-Kongress 30.09.-03.10.10 in Hamburg

28.10.2010 23:25 von Hendrikje Adler

Ich war mit meiner Freundin Katja Tscherny zum VOD - Kongreß in Hamburg. Es war ein schöner und abwechslungsreicher Kongreß mit vielen interessanten Vorträgen und Workshops, sowie namenhaften Dozenten. Das Hauptthema war die osteopathische Behandlung von Kindern, den Einfluss ihrer intrauterinen Entwicklung und des Geburtsvorganges auf das spätere Leben und Lernen. Besonderst hervorgehoben wurde dabei der Einfluss der Emotionen der Mutter währen der Schwangerschaft und in der Stillzeit auf die Entwicklung des Kindes. Es wurde uns die wissenschaftliche Evidenz dieser Aussage versichert, da es auf diese Forschungsarbeit einen Nobelpreiss gegeben hat. (Nachzulesen im Internet) Ungünstiger und zu starker Druck, dem das Baby zu einem sehr frühen Entwicklungszeitpunkt ausgesetzt ist kann zur Verschiebung der Craniometrischen Punkte, damit zur Verschiebung der Mittellinie und Läsionen der in der Ossifikation befindlichen Knochen und damit zu intraossären Läsionen und Verschiebungen der Schädelnähte führen. So ist das KIS-Syndrom bei Kindern wahrscheinlich kein Problem von Occiput und Atlas /Axis (C0/ C1/ C2) sondern hat seinen Ursprung intraossär im Occiput durch Verschiebung der Verknöcherungszentren. Diese Aussage hat eine erhebliche Auswirkung auf die Behandlung dieser Dysfunktion.

Es gab noch so viele spannende Aussagen und Anregungen für die Praxis, das man hier garnicht alles sagen kann. Wen es interessiert kann ja auf der Internetseite des VOD nachlesen dort sollte das Meiste veröffentlicht werden.

Manchmal, so geht es mir jedenfalls, fährt man aber nur wegen eines einzigen Satzes zu so einem Kongress oder einer Weiterbildung. Mein Satz dieses mal und es ist der Grund warum ich so schwärme was die Aussage: "Behandle jeden Patienten egal welchen Alters so vorsichtig als währe er ein neugeborenes Baby."

Mal ehrlich wer möchte das wenn er ein Leiden hat nicht. Es war genau das was mich in eigenen Behandlungserfahrungen immer gestöhrt hatte, zuviel Kraft. Wie oft geschieht es, das man mit zuviel therapeutischem Ehrgeitz ein Problem eher verschlimmert als verbessert.

Danke an den VOD für diesen schönen Kongress.

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