Biodynamik

11.01.2014 19:19 von Hendrikje Adler

Biodynamik

Nach langer Schreibpause nun die neuesten Entwicklungen in einer Zusammenfassung. Nachdem ich im März 2013 eine Woche in Boltenhagen bei "By still and know" versucht habe die emotionalen Hintergründe die zu Spannungen im Gewebe führen und die möglichen psychotherapeutischen Techniken im Überblick kennenzulernen, ging im Dezember meine Biodynamische Pädiatrie Ausbildung zu Ende. Es ist für mich immer wieder erstaunlich was ich bei völliger Ruhe und intensiven hinein hören ins Gewebe für faszinierende Entdeckungen mache. Am meisten begeistert mich immer noch mit wie wenig Kraft und Druck so riesige Verbesserungen zu erreichen sind. Dem Patienten, besonders dem Kind (Baby) Raum für seine Korrektur zu lassen, ihm nicht meinen therapeutischen Willen aufzuzwingen ist für mich die Essenz, nach der ich mein bisheriges Leben gesucht habe und von der ich mir wünschen würde, das sie auch in der Schulmedizin Einzug hielte. Vertiefen konnte ich diese Erfahrung bei einem Osteopathisch - Biodynamischen Pferdekurs, bei dem wir lernten, ganz ohne Sattel, Zaumzeug, Gerte und Gewalt die Tiere zu bewegen den leise gesprochenen Kommandos zu folgen. Das ging von ganz alleine über klare Körpersprache und Konzentration auf das Wesentliche. Sehr hilfreich waren dabei unsere Lehrer Tom Esser und Edwin, bei denen ich mich nochmal herzlich bedanken möchte. Seitdem versuche ich mit der selben Intension ohne Druck und Forderung nur mit Liebe und Verständnis, einem wachen Geist und der Einsicht, das Licht und Schatten zusammen gehören wie die zwei Seiten einer Medaille mein Wissen und meine Kraft noch besser in den Dienst der Gesundheit meiner Patienten zu stellen. Nicht immer ist es einfach wertungsfrei/ neutral zu sein, besonders wenn es um Probleme und Situationen geht, die ich selbst kenne und die mich betroffen machen. In diesen Momenten denke ich an die "Kindliche Kaiserin" aus Michael Endes "Unendlicher Geschichte" und alles relativiert sich vor meinem inneren Auge. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, hat sein Schicksal zu tragen und seinen Weg mit seinem Päckchen auf dem Rücken zu gehen. Niemand anders kann das für ihn tuen und niemand, kein Therapeut der Welt kann für ihn entscheiden, was richtig oder falsch für ihn ist. Diese Erkenntnis und die Frage: "Was wollen unsere Symptome uns sagen?" "Wofür ist eine Krankheit gut, was sollen wir aus ihr lernen?" brachte mich zu meiner neuen Weiterbildung, wie Sie im nächsten Artikel lesen können.

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