Osteopathie

Leben ist Bewegung und alles was sich nicht richtig bewegt, erstarrt ist, ist krank oder Tod. Deshalb versucht  die Osteopathie seit ihrer Gründung durch A.T.Still vor ungefähr 130 Jahren Bewegung wieder herzustellen.

Der ausgebildete Osteopath sucht nach ausführlichem Anamnesegespräch mit seinen Händen nach Verhärtungen, Bewegungseinschränkungen und Starre in allen vier Ebenen des Körpers. Das sind die Viszerale Ebene = Organebene, die Parietale Ebene = Knochen-, Muskel- und Gelenkebene, die Cranio-Sacrale Ebene = Nervenstrukturen (Gehirn, Rückenmark und periphere Nerven) sowie die Emotionale Ebene = Gefühlsebene.

Eine osteopathische Behandlung dauer ca. 50 bis 60 Minuten und zieht eine 2 bis 5 wöchige Reaktionszeit nach sich. Wobei die intensivste Bearbeitung der Behandlung durch den Körper des Patienten in den ersten 24 bis 72 Stunden zu verzeichnen ist.

 

Cranio-Sacrale Therapie

Bei der Cranio - Sacralen Therapie handelt es sich um die Behandlung der neuronalen Strukturen Gehirn, Rückenmark, periphere Nerven, sowie deren Umhüllung in Form von Dura Mater und Nervenhüllen.

Hierbei versucht der Osteopath vorsichtig , Narben und Verklebungen im Wirbelkanal, Schädelinneren und im Bereich der Extremitäten zu lösen. Zu diesen Fixationen kann es zum Beispiel nach Operationen im Bereich des Gehirnes in Form von Tumoroperationen, Blutungen usw. , im Wirbelsäulenbereich nach Bandscheibenvorfällen/ Operationen und im Bereich der peripheren Nerven an den Extremitäten bei Durchtrennung nach Unfällen oder Karpaltunnelsyndromen kommen.

Der Patient erhält Anleitung zur Selbstmobilisation.

Viszerale Therapie

Bei der visceralen Behandlung werden die einzelnen Organe gründlich abgetastet und ihre Konsistenz, Lage im Körper und ihre Bindegewebegen Verbindungen zu benachbarten Organen untersucht und beurteilt. Nach abgeschlossener Anamnese können mit geschulten Griffen normale Verhältnisse wieder hergestellt werden, wenn es sich z.B. um Verklebungen, Lageveränderungen und Narben handelt. Dieses findet man z.B. bei Gebärmuttervorfällen, Myomen, Wandernieren, Gallenstauungen, Verdauungsbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Inkontinenz, Atemeinschränkungen und vielem mehr.

Kein Organ ist frei im Körper befindlich, alle sind untereinander und mit der Wirbelsäule verbunden und machen damit den Körper zu einer funktionellen Einheit und ihre Beschwerden inder Peripherie und nicht immer am Organ. Das ist ähnlich wie bei einem Spinnennetz in dem die Beute an einer Ecke des Netzes einen Impuls gibt, den die Sinne am anderen Ende über die Fäden des Netzes übertragen bekommt. 

Parietale Therapie

Mit der Parietalen Therapie hat die Osteopathie einmal angefangen. Im weiteren Sinne könnte man sie auch manuelle Therapie oder Chirotherapie nennen. Es handelt sich um gezielte Mobilisationstechniken der Gelenke und Weichteile mit und ohne Impuls. Diese Art der Wiederherstellung der Beweglichkeit ist schnell und effektiv und sollte nie schmerzhaft sein. Das Geräusch beim normalisieren (ein kleines Knacken) kann vom Patienten und Therapeuten gleichermassen wahrgenommen werden. Der Therapeut versichert sich vor Anwendung der Technik, das keine Kontraindikationen vorliegen wie z.B. Bandscheiben Symptomatiken, Osteoporose oder Tumore.