Leistungen für gesetzliche Krankenkassen

Unsere Leistungen für die gesetzlichen Krankenkassen umfassen das gesamte Angebot der Physiotherapie. 

 Wir bieten Ihnen Manuelle Therapie, Bobath für Erwachsene, PNF, Manuelle Lymphdrainage, Schlingentischtherapie, D1 (Standardisierte Heilmittelkombination), Sportphysiotherapie, Fußreflexzonenmassage, Zentrifugalmassage und vieles mehr.

Bitte erfragen sie Ihre Wünsche an unserer Rezeption Montag bis Freitag von 7.00 bis 17.00 Uhr. Dort können Ihnen auch fachliche Informationen zu den in der Praxis angebotenen Therapien gegeben werden.

Es erwarten Sie gut geschulte Therapeuten in einem Ambiente, welches zum Ausruhen und Entspannen einlädt. Überzeugen Sie sich selbst.

Manuelle Therapie

Als Einzeltherapie zur Behandlung reversibler Funktionseinschränkungen der Gelenke und ihrer muskulären, reflektorischen Fixierung durch gezielte (impulslose) Mobilisation oder durch Anwendung von Weichteiltechniken.

Kiefergelenksbehandlung

Cranio–mandibuläre-Dysfunktionen sind Störungen der Funktion der Kiefergelenkes mit knackenden Geräuschen beim Öffnen und Schließen des Mundes, Kieferklemmen z. B. nach zahnärztlichen Behandlungen und knirschen mit den Zähnen bzw. pressen der Zähne.

Dieses führt zu Verspannungen der Kaumuskulatur, Verkürzungen der Bänder, welche über das Kiefergelenk ziehen und Verlagerung, Degeneration (Abnutzung) des Diskus zwischen den Gelenkflächen des Oberkieferknochens und des Unterkiefers.

Der Oberkiefer gehört funktionell zum Schädel (dem Cranium) und der Unterkiefer heißt Os Mandibulum, woraus sich der Name der zu behandelnden Störung ergibt.

Die aus einer solchen Störung entstehenden Symptome sind unter anderem Kopfschmerzen, Kieferklemmen, Tinnitus, Schwindel, Konzentrationsstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Stimmstörungen, Schluckstörungen, aber auch Rücken-/Nackenschmerzen, Skoliosen und Gelenkerkrankungen in der Peripherie (z. B. an Schulter, Ellenbogen Hand, Hüfte, Knie und Sprunggelenk). Eine schlecht sitzende Prothetik, neue Kronen, Zahnspangen, Implantate und langwierige Zahnbehandlungen mit geöffnetem Mund können dieses verursachen.

Umgekehrt können Störungen in der Peripherie und an der Wirbelsäule auch zu Erkrankungen des Kiefergelenkes und Zahnsystems führen.

Neue Hüft- oder Knieendoprothesen können ihrerseits das Kiefergelenk irritieren was zum Zerbrechen der Spange, Prothese oder Schiene führen kann.

Nicht zuletzt ist das Kiefergelenk auch die Schnittstelle zwischen der Physiologie (dem Körper) und der Psyche (dem Geist und den Emotionen) des Menschen. So knirschen wir bei Bedrohungen mit den Zähnen, zeigen die Zähne unseren Feinen, beißen die Zähne zusammen wenn wir unter Stress geraten und vieles mehr.

Die Komplexität erfordert eine intensive Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Zahnärzten, Kieferchirurgen, Physiotherapeuten, Logopäden, Zahnlabor, Sanitätshäusern, Heilpraktikern und vielen mehr.

Ist das Problem erkannt sollte, veranlasst durch den Zahnarzt, zunächst eine Entlastungsschiene für das Kiefergelenk angepasst werden.

Als zweiten Schritt benötigt der Patient eine Physiotherapie im Sinne einer manuellen Therapie, gegebenenfalls mit zusätzlicher Wärmeanwendung. Beim Therapeuten wird der Patient intensiv physiotherapeutisch untersucht und anschließend befundgerecht behandelt.

Dieses geschieht innerhalb und außerhalb des Mundes mit Entspannungs- und Dehnungstechniken der Kaumuskulatur (welche die kräftigste Muskulatur unseres Körpers ist) und der Bänder, welche über das Kiefergelenk ziehen sowie der Zunge.

Es werden krankengymnastische Kräftigungs- und Bewegungsübungen zur Stimulation der Muskulatur eingesetzt, sowie Traktions- und Gleittechniken aus der manuellen Therapie.

Der Therapeut berücksichtigt dabei die Nähe des Kiefergelenkes zur Halswirbelsäule (besonders des 1. und 2. Halswirbels) und damit zur gesamten Peripherie und behandelt gegebenenfalls auch die dort gefundenen Beschwerden mit, um das Ziel eine dauerhafte Beschwerdefreiheit zu erreichen.

Dabei werden immer wieder Rücksprachen zwischen allen am Patienten agierenden Ärzten und Therapeuten geführt.

Krankengymnastik (KG)

Krankengymnastische Behandlungstechniken dienen z. B. der Behandlung von Fehlentwicklungen, Erkrankungen, Verletzungen, Verletzungsfolgen und Funktionsstörungen der Haltungs- und Bewegungsorgane sowie innerer Organe und des Nervensystems mit mobilisierenden und stabilisierenden Übungen und Techniken. Sie dienen der Kontrakturvermeidung und -lösung, der Tonusregulierung, der Funktionsverbesserung bei krankhaften Muskelinsuffizienzen und -dysbalancen sowie der Beeinflussung der Atmungsmechanik und der Atmungsregulation (Atemtherapie); ggf. auch unter Anwendung von z. B. Gymnastikband und -ball, Therapiekreisel, Schlingentisch.

Krankengymnastik / Neuro nach Bobath oder PNF

Zur Behandlung von zentralen Bewegungsstörungen nach Vollendung des 18. Lebensjahres, zur Förderung und Erleichterung des Bewegungsablaufs durch Einsatz komplexer Bewegungsmuster, Bahnung von Innervation und Bewegungsabläufen und Förderung oder Hemmung von Reflexen unter Einsatz der Techniken nach Bobath oder PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation).

Gerätegestützte Krankengymnastik (KG-Gerät)

Sie dient der Behandlung krankhafter Muskelinsuffizienz, -dysbalance und -verkürzung sowie motorischer Paresen mittels spezieller medizinischer Trainingsgeräte, vor allem bei chronischen Erkrankungen der Wirbelsäule sowie bei posttraumatischen oder postoperativen Eingriffen mit

  • Sequenztrainingsgeräten für die oberen und unteren Extremitäten und den Rumpf und/oder
  • Hebel- und Seilzugapparaten (auxotone Trainingsgeräte) für die Rumpf- und Extremitätenmuskulatur.

Sie wird grundsätzlich als parallele Einzelbehandlung mit maximal 3 Patienten verordnet. Unabdingbar ist die Anleitung, Aufsicht und Kontrolle unmittelbar durch den behandelnden Therapeuten.

Standardisierte Heilmittelkombinationen (D1)

Die standardisierten Heilmittelkombinationen können dann verordnet werden, wenn komplexe Schädigungsbilder vorliegen und die therapeutisch erforderliche Kombination von drei oder mehr Maßnahmen synergistisch sinnvoll ist, wenn die Erbringung dieser Maßnahmen in einem direkten zeitlichen und örtlichen Zusammenhang erfolgt und der Patient aus medizinischer Sicht geeignet ist.

Soweit vom Arzt die Verordnung nicht näher spezifiziert wird, kann der Therapeut über die bei der jeweiligen Behandlung einzusetzenden Maßnahmen entscheiden. Dabei muss der Therapeut alle in der standardisierten Heilmittelkombination genannten Maßnahmen zur Verfügung stellen können.

Sportphysiotherapie

Sportphysiotherapie behandelt den Bereich der Sportmedizin. Hier soll verletzten Sportlern schnellstmöglich professionelle physiotherapeutische Diagnostik zukommen, um Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Explosivität und Beweglichkeit wieder herzustellen. Der verletzte oder operierte Sportler soll schnell und schonend in den Trainingsprozess zurück gebracht werden. Dazu bedarf es zur physiotherapeutischen Grundausbildung einer Zusatzqualifikation in Medizinischer Trainingstherapie (MTT) oder Sportphysiotherapie (SPT).

Extensionsbehandlung mit Geräten

Unter dieser Bezeichnung wird die Behandlung mit dosierter Zugkraft auf die Gelenke der Extremitäten und der Wirbelsäule zur Vorbereitung krankengymnastischer Behandlung verstanden. Die Wirkung der Traktion bestimmt der Krankengymnast durch Kraftansatzpunkt, Zugrichtung und durch entsprechende Gelenkteilung. Hier wird eine Druckminderung und Entlastung der Gelenke und ggf. komprimierter Nervenwurzeln angestrebt.

Säuglingsgymnastik

Krankengymnastik zur Behebung von Entwicklungsbehinderungen sowie funktioneller und neurologischer Störungen am Bewegungsapparat des Säuglings.

Funktionsanalyse

Die genaue Analyse der Funktion (bzw) Dysfunktion im Zusammenspiel von Knochen, Muskeln, Sehnen, Gelenken und peripherem Nervengewebe seht hier am Anfang der therapeutischen Intervention. Nach Auswertung alle gefundenen Abweichungen von der Norm behandelt der speziell geschulte Physiotherapeut befundgerecht. Hierbei verwendet er Mobilisationstechniken, Dehnungs- und Kräftigungsübungen, wie zum Beispiel die Postisometrische Relaxation (PIR).

Krankengymnastik nach Handchirurgie

Die verletzte und operierte Hand sellt eine besondere Herausforderung an jeden Therapeuten dar. Deshalb bedarf es gerade für dieses Segment der Erkrankungen einer gesonderten Weiterbildung, welche von Ärzten und Physiotherapeuten interdisziplinär durchgefürt wird.

Elektrotherapie

Die Elektrotherapie wendet nieder- und mittelfrequente Stromformen zur Schmerzlinderung, Durchblutungsverbesserung, Tonisierung und Detonisierung der Muskulatur an. Besondere Stromformen haben entzündungshemmende und resorptionsfördernde Wirkung und vermögen darüber hinaus Muskeln zu kräftigen und gezielt zur Kontraktion zu bringen.

Ultraschall

Bei der Ultraschalltherapie handelt es sich um eine Form der Wärmetherapie, bei der mittels Ultraschallgerät eine Schwingung auf das erkrankte Gewebe appliziert wird, was zur Tiefenerwärmung führt. Der Therapeut provoziert bewusst einen entzündungsähnlichen Zustand, um bereits chronifizierte sich nicht weiter entwickelnde) Heilungverläufe wieder zu aktivieren. Das kann zuerst sogar eine Schmerzvermehrung bedeuten, welche den nun aktivierten Heilungsprozess ankündigt. Die erste Phase der Wundheilung dauert ungefähr 7 Tage; so lange kann auch die erste Symptomverbesserung nach der letzten Therapiesitzung auf sich warten lassen. Liebe Patienten werden sie also nicht ungeduldig.

Fangopackung

Fangopackung ist eine Behandlung mit Naturmoor. Dieses kann lose auf Wärmeträgern oder, wie in unserer Praxis, als Fangoparaffin zur Vorwärmung der zu behandelnden Körperregion oder zur Knettherapie für die Hände angewendet werden. Das Moor hat dabei eine Temperatur von ungefähr 55 °C und wird 15 bis 25 Minuten aufgelegt. Damit es länger seine Hitze behält wir der Patient zusätzlich in Decken, Handtücher und/oder Bettlaken eingepackt, je nach Größe der zu behandelnden Körperregion. Kreislaufschwache-, Bluthochdruck-, Herz-Patienten und Schwangere sollten vor Anwendung Ihren Therapeuten auf ihren Gesundheitzustand aufmerksam machen. Danke!

Kryotherapie

Unter Kryotherapie versteht man die Anwendung von lokaler Kälte mittels Eislolly Massage, Kryogerät oder Kühlakku zur Vorbehandlung oder Behandlungbegleitung bei der Krankengymnastik oder Manuellen Therapie entzündeter überwärmter und schmerzhafter Gelenke und Muskeln. Es sorgt für eine lokale Stoffwechselanregung und Schmerzlinderung.

Beckenbodengymnastik für Frauen und Männer

Aufgabe des Beckenbodens ist es, das Gewicht der Bauchorgane zu halten und bei Druckerhöhung, zum Beispiel durch Niesen, Husten oder schweres Heben, den Verschluss der unteren Beckenöffnung zu sichern. Zugleich muss der Beckenboden sich - bei der Ausscheidung von Urin und Stuhl sowie bei der Geburt - öffnen und schließen können.

Das Zusammenspiel zwischen diesem reflektorischen Öffnen und Schließen des Beckenbodens kann durch Adipositas (starkes Übergewicht), schwere körperliche Belastung, Blasenkatheter oder Blasentumore gestört werden. Speziell bei Frauen können vaginale Geburten, Gebärmutterhalskrebs und die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren für eine Beckenbodenschwäche verantwortlich sein. Im Gegensatz dazu sind bei den Männern meist radikale Prostatektomien eine der Hauptursachen, welche zu einer Inkontinenz führen.

All diese Faktoren wirken begünstigend für eine Beckenbodenschwäche und erhöhen das Risiko einer Inkontinenz. Daraus resultieren zum Teil auch Senkungen der Gebärmutter, der Blase und des Rektums.

Mit Hilfe von geschultem Fachpersonal (zum Beispiel Physiotherapeuten) erlernt der Betroffene den Beckenboden isoliert und im Zusammenhang mit anderen Muskelgruppen wahrzunehmen, anzuspannen und auch wieder zu lösen.

Schlingentischtherapie

Der Schlingentisch ist ein Therapiegerät in dem der Patient in Stoffschlingen mit Seilzügen so befestigt und aufgehängt wird, das sein Körper die Eigenschwere verliert, ähnlich wie im Wasser. In solch schwerelos schwebendem Zustand kann der Therapeut sanft, schmerzarm und sehr effizient die Mobilität von Extremitätengelenken, aber auch der Wirbelsäule wieder herstellen.                                                                                                                 Wechselt er die Seilzüge durch spezielle Gummibänder aus ist auch ein Krafttraining sehr wirkungsvoll möglich, selbst wenn der Patient sonst noch nicht voll belasten darf.                                                                                      Auch passive und aktive Traktionsbehandlungen sind im Schlingentisch spielend möglich.