Homöopathie

Die klassische Homöopathie ist die von S. Hahnemann entwickelte Behandlungsmethode mit starken Verdünnungen von in der Natur vorkommenden Substanzen. Dabei handelt es sich um pflanzliche, tierische, mineralische, bakterielle, aber auch Körpereigene Stoffe. Dies werden zuerst in 3 Stufen nach einem bestimmten vorgeschriebenen Ablauf in einem Mörser zerrieben und danach unter ständiger Verdünnung mit Alkohol in einem Reagenzglas potenziert (100 x auf einen Buchdeckel geklopft) um dem Mittel Energie zuzufügen. Niedrige Potenzen D3 bis D6 wirken eher auf einer körperlichen Ebene. Je höher die Potenz ist (ab D12/C30)  um so tiefer wirkt sie im Geist-,Gemütsbereich. Q oder LM Potenzen wirken sehr tief aber deutlich behutsamer als hohe C-Potenzen.

Nach der Einnahme des vom Therapeuten mittels Repertorisation und Literaturstudie herausgefundenen Mittels (als Globulis, Tablette oder Flüssigkeit) kann es zu einer Erstverschlimmerung kommen. Das heißt soviel, das alte bekannte Symptome kurz wieder aufflackern können und möglichst ohne Intervention wieder verschwinden.

Dabei entwickelt sich die Genesung entgegengesetzt des Krankheitsverlaufes von Innen nach Außen und von oben nach unten zurück.

Klassische Homöopathen durchlaufen eine bis zu 4-jährige Ausbildung und können sich danach zertifizieren lassen.

Miasmatik

Die Miasmatik ist die Lehre von den chronischen Leiden, die im übersetzten Sinne soviel wie Verstimmung der Lebenskraft durch Besudelung, Verunreinigung durch Erkrankungen vorangegangener Generationen heißt.

Es gibt 3 alte Miasmen und 2 neuere. Zu den Alten gehören die Psora (Krätze), die Sykose (Gonorrhoe) und die Syphilinie (Syphilis oder Lues), welche in vergangenen Jahrhunderten weit verbreitet waren.

Die Neuen sind Tuberkulinie (Tuberkulose) und Karzinose (Krebsleiden).

Die Miasmatik kann als eigenständige Behandlung, aber auch in Verbindung mit der klassischen Homöopathie eingesetzt werden.

Eine Homöopathische Außbildung dauert bis zu 4 Jahren und kann von zertifiziert werden.

Klassische Homöopathie

Klassisch Homöopathische Behandlungen bestehen aus Anamnesegespräch, Repertorisation, Literaturstudium und Erkenntnis des zu Verabreichenden Mittels. Die erste Sitzung dauert bis zu zwei Stunden in denen der Patient frei und /oder gesteuert über seine Leiden und Lebenserfahrungen berichtet. Der Therapeut notiert alles ohne Wertung des gehörten und sucht im Repertorium die vom Patienten geäußerten Symptome heraus. Dort findet er eine gewisse Anzahl ähnlicher Mittel und versucht nun mit nochmaligem Nachlesen dieser das den Patienten am ähnlichsten und besten beschreibende herauszufinden. Dieses nennt er das Simillimum und erwartet, ist es das Richtige den Patienten zeitnah von seinen Beschwerden zu befreien und in Zukunft bei jedweder Art von Erkrankung schnell hilfreich zu sein.

Sollt das gefundene Mittel nicht so anschlagen wie erwartet kann es an der Potenz liegen oder es ist in der Anamnese ein Fehler unterlaufen und alles muß wiederholt werden.

Erstverschlimmerungen, die in kurzer Zeit wieder verschwinden und dem Patienten bekannt sind sind dabei erwünscht, da sie zeigen, das der Patient auf einem guten Weg ist.

Homöopathie wirkt langsamer als Allopathie ist aber im Gegensatz zu der selbigen keine Unterdrückung der Symptome sondern eine Heilung.